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Zuletzt erschienen
vom selben Autor |
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| Bestechend Schönes |
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Unbekannte
Moosfarne:
Selaginella
in Heft 3/2010
Pflanzenjuwele
in der Sonne Mittagsblumen
in Heft 4/2009
Eine echte
Langspielplatte -
Anis-Ysop
in Heft 3/2009
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| Aus der Welt der Disteln |
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| von Christian Kreß |
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Disteln bezeichnen etliche krautige ein- oder zweijährige und
ausdauernde Pflanzen, welche durch Bedornung ihr typisches, bizarres
Äußeres erhalten. Hierzu zählen dornige Vertreter der Familie
der Asterngewächse (Asteraceae), andere gehören zu den Doldenblütlern
(Apiaceae) oder ganz eigenen Familien. Ihr stacheliges Äußeres
dient meist nur einem Zweck, nämlich dem Schutz vor Tierfraß.
An dieser Stelle noch ein kurzer Hinweis: Botaniker werden vermutlich
aufstöhnen, aber im folgenden halte ich mich an den landläufigen
Sprachgebrauch, der Disteln Stacheln nachsagt.
Zeitgemäße Staudenverwendung bedeutet unter anderem auch, züchterisch
unverfälschte Arten oder Auslesen mit sehr auffälligen Beetstauden
zu verknüpfen. Hierzu könnte der findige Pflanzenverwender neben
unzähligen zarten Gräsern, weißen und rosa Dolden- und duftigen
Lippenblütlern auch tatsächlich vermehrt Stauden aus dem Reich
der Disteln hinzuziehen. Nicht wenige Disteln und Distelartige
sind nämlich im Laufe der Zeit längst begehrte Zierpflanzen unserer
Gärten geworden, aber gezielt werden sie leider nur selten verwendet.
Leider sind einige ältere Auslesen inzwischen fast verschollen,
andere werden von Liebhabern wegen ihres exotischen Aussehens
sehr geschätzt. Auf manchen Arten liegt hingegen fast schon ein
Fluch und sie werden regelrecht verbannt, weil sie sich unkrautartig
aussäen. Viele Distelsamen werden durch den Wind oder von Vögeln
verbreitet.
Die derzeit begehrteste Distel im Staudensortiment dürfte die
Bachkratzdistel Cirsium rivulare Atropurpureum sein. Dabei kratzt und sticht sie eigentlich
kaum. Dank ihrer wunderschönen rubinroten Blüten, die ab Mai über
einen langen Zeitraum erscheinen, ist sie zu einem begehrten Klassiker
im Staudenbeet geworden. Ihrer Bekanntheit in Mitteleuropa ging
die Verbreitung durch Bilder aus Großbritannien voraus, wo diese
Rubinrote Kratzdistel in einigen Gärten und Parks bestandsbildend
gepflanzt wurde. Sie schätzt einen nährstoffreichen, eher frischen,
speckigen Lehmboden in einem kühlen Umfeld. Erst dann blüht sie
reich, oft über Monate, da sie keine fruchtbaren Samen ausbildet.
Kaum blühen die ersten, obersten Blüten ab und wurden abgeschnitten,
erscheinen neue Knospen in den Seitenachseln. Die leuchtend rubinrote
Farbe der länglichen Distelblüten tritt besonders dann auf, wenn
die Nächte kühler sind oder eine kühlere Wetterphase eintritt.
Wenn nur ihre Vermehrung nicht so aufwendig und mühsam wäre. Andere
Disteln ...
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(weitere Gattungen und Arten in GRÜNER ANZEIGER 3/2011)
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Christian Kreß, weitgereister Inhaber der Gärtnerei Sarastro im österreichischen
Ort/Innkreis und Autor zahlreicher Beiträge in verschiedenen Fachpublikationen,
hat ein Auge für neue und ungewöhnliche Beetstauden. Dabei ist
ihm nicht allein deren Aufnahme ins Sortiment wichtig, sondern
vor allem ihre Verwendung in den Gärten.
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