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| Schwäbische Weinweichsel |
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| Eine lokale Kirschensorte |
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| von Manfred Herian |
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Über 30.000 Weichselbäume standen bei der letzten, 1967 durchgeführten
Obstbaumzählung im Landkreis Dillingen. Diese Bäume waren nicht
über den ganzen Landkreis verteilt, sondern befanden sich in zwei
geschlossenen Anbaugebieten. Das ältere und Hauptanbaugebiet war
im südlich der Donau gelegenen Hügelland. Das zweite, kleinere
und auch jüngere Gebiet liegt nördlich der Donau am Südrand der
Schwäbischen Alb. Für diese zwei Gegenden hatte der Bestand landschaftsprägenden
Charakter. Billige Sauerkirschenimporte und die Intensivierung
der Landwirtschaft haben die Landwirte dazu bewogen, die arbeitsintensive
Kultur allmählich aufzugeben. Heute ist die Schwäbische Weinweichsel
größtenteils aus unserer Kulturlandschaft verschwunden. Nur in
den Hausgärten findet sich die Sorte wegen ihrer besonderen Eigenschaften
noch weit verbreitet.
Die älteste Aufzeichnung über ein kulturmäßiges Vorhandensein
stammt aus der topographisch statistischen Beschreibung der Grafen
Fugger zu Glött von 1807. Ein wörtlicher Auszug aus der Beschreibung:
?Diese Weixel geräth in unseren Ortschaften am besten, verschafft
dem gemeinen Mann bei guten Jahrgängen, wenn weder Nachtfröste
um Frühjahr der Blüte noch die starken Winde der Frucht besonderen
Schaden machen einen bedeutenden Gewinn. Die Überschneidung des
Verbreitungsgebietes mit ehemaligen römischen Kastellen, Gutshöfen
und einer Kultstätte, an der orientalische Gottheiten verehrt
wurden, lassen eine weiter zurückreichende Geschichte und eine
Verbindung zur Heimat von Prunus cerasus in Südosteuropa und Kleinasien
vermuten.
Bei der Schwäbischen Weinweichsel handelt es sich um ein Gemisch
vieler, teilweise noch heute vorhandener Typen, die vermutlich
aus Sämlingen entstanden sind. In den 1950er Jahren wurden großfrüchtige,
dunkelgefärbte und gesunde Typen ausgelesen. Nachdem der Weichselanbau
in den 1970er Jahren von den Landwirten aus Rentabilitätsgründen
eingestellt wurde, konnten einige Auslesen in Privatgärten und
den landkreisansässigen Baumschulen erhalten werden.
Vermehrt wird die Weinweichsel durch . . .
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(weiter zu Standort und Pflege in GRÜNER ANZEIGER 2/2011)
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Täglich wechselt Manfred Herian seinen Arbeitsplatz und ist dabei doch
sehr beständig. Seine Tätigkeit als Kreisfachberater für Gartenkultur
und Landespflege im Landkreis Dillingen läßt ihn viel herumkommen.
Nebenbei
hat er gemeinsam mit seiner Frau eine Spezialgärtnerei für Clematis
aufgebaut, für die er nicht nur selbst produziert, sondern auch
züchtet.
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